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arald jansenberger. Bis zum 35. Lebensjahr erreichen sowohl Männer als auch Frauen ihre „Peak bone mass“ (Höchste Knochendichte im Lebenslauf), von der ein Leben lang gezehrt wird. Ab diesem Zeitpunkt werden zunehmend weniger Knochenzellen aufgebaut und die Knochendichte nimmt ab. Parallel dazu gehen im Alterungsprozess Muskelmasse und Muskelkraft verloren. Während die Maximalkraft ab dem 65. Lebensjahr 1-2% pro Jahr zurückgeht, reduziert sich die Explosiv und Schnellkraft um 3-4% pro Jahr. Bei Frauen steht als Ursache die postmenopausale Osteoporose deutlich im Vordergrund. Danach folgen die sekundären Osteoporoseformen, die auf anderen Ursachen basieren (Bewegungsmangel, Nikotinabusus, Kortikoidgaben, Alkoholismus, u.a.). Bei Männern überwiegen im Gegensatz zu den Frauen die sekundären Formen.
Zwar erhöht Osteoporose das Sturzrisiko nicht, jedoch steigert sie das Verletzungsrisiko im Falle eines Sturzes nach Stürzen. Das Sturzrisiko steigt ab dem 65. Lebensjahr von ca. 30% auf knapp 60% an. Die Verletzungswahrscheinlichkeit erhöht sich durch reduzierte Muskelkraft, sowie ungünstige Strategien in Sturzsituationen zusätzlich. Körperlich inaktive Personen haben ein erhöhtes Sturz und Verletzungsrisiko. Während Personen mit an die eigenen Fähigkeiten angepaßter Aktivität ein geringes Sturzrisiko aufweisen, steigt dieses bei übermäßiger Bewegung wieder an. Personen, die sich lebenslang bewegen, weisen im Alter ein um 50% verringertes Frakturrisiko auf. Personen, die mit körperlicher Aktivität beginnen, verringern die Wahrscheinlichkeit einer Hüftfraktur um 42% (Frauen) bzw. 38% (Männer).
Für eine hohe „peak bone mass“ muß schon im Kindesalter mit regelmäßiger Bewegung begonnen werden. Dabei sind Bewegungsformen mit Sprungelementen besonders wirkungsvoll. Im Erwachsenenalter eignen sich zur Vorbeugung besonders Sportarten, bei denen das eigene Körpergewicht gegen die Schwerkraft beschleunigt werden muß, bzw. die 1,5-5fache Belastung des eigenen Körpergewichts auftritt. Insbesondere kräftigende Elemente und koordinative Anforderungen müssen bei Sportarten vertreten sein. Bei reduzierter Knochendichte und Osteoporose sind vor allem Bewegungsformen, mit wechselnden Zug- und Druckbelastungen empfehlenswert. Kraftübungen müssen daher mit angepasster Intensität erfolgen. Zusätzlich sollten Bewegungsformen mit erhöhten „Impact“-Kräften gewählt werden. Dazu eignen sich Ausdauersportarten, wie z.B.: Laufen, in moderater Intensität (Grundlagenausdauer). Die Kombination von 2-maligem Tanzen und Stepaerobic mit intensivem Krafttraining pro Woche ist zum Beispiel bei Frauen mit Osteopenie sehr gut als Osteoporoseprävention geeignet. Wassergymnastik bei Osteoporose kann nach Trends in Untersuchungen die Knochendichte zwar erhalten bzw. leicht verbessern.
Nicht empfehlenswert als Osteoporose-Prävention sind sowohl Schwimmen als auch Wassergymnastik und werden sogar als Risikofaktor gewertet. So konnte gezeigt werden, dass Schwimmerinnen und Taucherinnen eine geringere Knochendichte aufwiesen als Sportlerinnen der meisten anderen Sportarten.







